Sei kein Frosch - benutze endlich dein Verstand!

NAZI´s in Deutschland (2011)
Rechtsextremistische Organisationen in Deutschland hatten 2010 nach Schätzungen des Verfassungsschutzes etwa 25.000 Mitglieder. Davon wurden 9500 als gewaltbereit eingestuft – 500 mehr als im Jahr zuvor. Die Polizei registrierte 2010 knapp 16.000 rechtsextremistische Straftaten, darunter etwa 750 Gewalttaten. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Straftaten um 15,2 Prozent. Zum rechtsextremistischen Spektrum zählen zum großen Teil Neonazis sowie die Parteimitglieder von NPD und DVU – mit insgesamt rund 10.000 Mitgliedern. Insgesamt gab es in Deutschland 2010 mehr als 200 rechtsextremistische Organisationen und Zusammenschlüsse. Im neonazistischen Spektrum sind die „Autonomen Nationalisten" nach Behördenangaben die am schnellsten wachsende Strömung. Deren Szene besteht überwiegend aus regionalen sogenannten Kameradschaften mit losen Organisationsstrukturen und geringen Mitgliederzahlen, um möglichen Vereinsverboten zu entgehen. Im September 2011 wurde die rechtsextreme „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG) verboten. Die HNG war mit rund 600 Mitgliedern der bundesweit größte Neonazi-Verein. Die Angaben über Todesopfer durch rechtsextreme und rassistische Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung schwanken stark. Nach Angaben der Aktion „Mut gegen rechte Gewalt" und der Amadeu-Antonio-Stiftung ist die Zahl der Opfer mit den Morden der Zwickauer Terrorzelle auf 182 gestiegen. Dabei werden alle Morde eingerechnet, bei denen Täter aus einem „rechten Milieu" stammen. Die Bundesregierung geht laut Stiftung seit 1990 von 47 Todesopfern durch politisch motivierte Kriminalität von rechts aus.

Wie viele Millionäre gibt es in Deutschland? Antwort: hier...

In Deutschland steigt die Kinderarmut stärker als in anderen europäischen Industrienationen - Warum wohl? Zwei Hintergründe dafür:

  • Die Verteilung von Vermögen in Deutschland geht rasant auseinander

    Wer viel hat, wird immer reicher, wer wenig hat, verliert immer mehr. Ende 2010 gab es 830.000 €-Millionäre in Deutschland! Im Jahre 2000 waren es noch 450.000.

    Das ist jedoch kein neues Phänomen. Schon die Bibel beschreibt solche Vorgänge.
    Und Bertolt Brecht, der als Jude nicht zuletzt am Gerechtigkeitsempfinden der Bibel geschult war, dichtet:
    Reicher Mann und armer Mann standen da und sahn sich. Und der Arme sagte bleich:
    „Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Bertold Brecht Vorlesebuch Religion 2, S. 175

  • Der 2. Hintergrund:
    Die Sätze des Arbeitslosengeld II bzw. des Sozialgeldes (Hartz IV genannt) ermöglichen nur ein Leben hart an der Armutsgrenze. Was viele nicht wissen: das Kindergeld wird als Einkommen gerechnet und deshalb von den Sätzen abgezogen. D.h.: Eltern erhalten für ein Kind unter 15 Jahren 207 € im Monat für Essen, Kleidung, Schulbedarf usw. Davon sind 1,56 € für Spielzeug bzw. Hobbies im Monat vorgesehen. Die durchschnittlichen Ausgaben von Familien für ihre Kinder liegen aber pro Kind bei 549,00 €, also zweieinhalb mal so viel. D.h.: die Gesellschaft nimmt durch ihre Sozialgesetzgebung in Kauf, dass große Teile der Bevölkerung und etwa jedes 10. Kind in armen Verhältnissen leben. Das ist für eine Wirtschaftsnation erbärmlich!


Keine Almosen – es geht um Gerechtigkeit!

Die Grenzen verlaufen zwischen oben und unten, nicht zwischen den Völkern
Wie viel brauchen Sie pro Tag für Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getränke?
Reichen Ihnen 3,79 €? Oder 0,83 € fürs Frühstück und je 1,48 € für Mittag- und Abendessen?

Das ist bei einem alleinstehenden Hartz IV-Bezieher im Regelsatz enthalten.

Diese Summe steht aber meist nicht zur Verfügung, weil viele notwendige Ausgaben nicht anerkannt und auf Kosten der Ernährung gedeckt werden müssen. „3,79 € sind viel zu viel – 2,65 € müssen reichen.” Das meinen alle Verbände der Unternehmer in Deutschland, vor allem die der Banken und Konzerne. Sie fordern 30% weniger, also 0,57 € fürs Frühstück und je 1,04 € für Mittag- bzw. Abendessen. 3,79 € halten sie für einen „Fehlanreiz”, der die Motivation schwächt, Arbeit aufzunehmen. Null Euro für Essen und Trinken ist noch besser, meint die Bertelsmann-Stiftung, die Inhaberin des Bertelsmannkonzerns. (RTL, Vox, Stern usw.) Vorsitzender der Bertelsmann-Stiftung z. B. ist Reinhard Mohn.

• bei steigenden Preisen erheblich weniger für Ernährung aus als früher und
• auch deutlich weniger als unter 65-jährige.

Untersuchungen zeigen, dass eine vollwertige Ernährung erst mit 50% mehr Geld für Ernährung möglich ist. Deshalb: Rücknahme der Kürzungen bei Ernährung! Mindestens 6,50 € am Tag für Nahrungsmittel und nicht-alkoholische Getränke! Mindestens 500 € Regelsatz!

Hungerniveau von Hartz IV fördert Hungerlöhne!
Die Dachorganisation aller Unternehmer in Deutschland, der DIHK, fordert, dass 3 bis 4 € pro Stunde für Lohnabhängige „selbstverständlich und zumutbar” werden sollen. Zweck: mehr Profit. 3-4 € pro Stunde ergeben 400 bis 530 € netto mtl. für Vollzeitarbeit. Im Verhältnis dazu können sich Hartz IV'ler noch paradiesisch ernähren. Deshalb das Interesse der Unternehmen, vor allem natürlich von Deutsche Bank, Siemens, Bertelsmann usw., den Hunger von Erwerbslosen zu fördern, damit sie leichter Hungerlöhne durchsetzen können. Im Namen der Gerechtigkeit. Deshalb: Ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 10 € brutto die Stunde statt Hungerlöhne! Die Familie Mohn hatte 2004 ein Vermögen von 6,5 Mrd. Euro. Unterstellen wir eine bescheidene Rendite von 5%, kommen wir schon auf 890.411 € Einkommen pro Tag!  Die Leute, die Interesse haben, dass Erwerbslose hungern, klagen nicht über Mangelernährung, nur über zu niedrige Renditen. Angela Merkel, die christliche Bundeskanzlerin und Edmund Stoiber, ihr Bruder im Geiste, würden Erwerbslosen gerne die Essensrationen um 25% kürzen, fürchten sich aber von der Wut der Erwerbslosen und Beschäftigten. Dafür werden aber die Verluste aller Banken sozialisiert, die Gewinnen nie! Der DGB-Bundesvorstand fordert keine Erhöhung, hält also 3,79 Euro für ausreichend. Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV) fordert eine Erhöhung des Regelsatzes für alleinstehende Hartz IV -Empfänger von 345 € auf 415 € (70 € mehr). Darunter 30 € mehr für Verkehrsmittel, je 10 € mehr für Nachrichtenübermittlung und alkoholische Getränke/Tabakwaren sowie je 5 € mehr für „Verzehr außer Haus” und Gesundheitspflege. Das geht in die richtige Richtung. Aber: der DPWV akzeptiert die 3,79 € pro Tag für Ernährung, ebenso wie alle Parteien und Gewerkschaftsgliederungen, die sich der Forderung dieses Wohlfahrtsverbandes angeschlossen haben. Mit 3,79 € am Tag für Ernährung können Erwerbslose nicht auskommen. 2004, vor Einführung von Hartz IV, waren im Regelsatz für Nahrung und nicht-alkoholische Getränke 4,36 € täglich drin, also 15% mehr als heute. Maßstab für die Regelsatzhöhe ist das Verbrauchsverhalten unterer Verbrauchergruppen. Diese bestehen überwiegend aus Personen über 65 Jahre.


Nebenbei bemerkt...
Bürgern wird im Hartz4-Status Qualifikation aberkannt. Hochschulabsolventen werden vom
Jobcenter statt Arbeitsagenturen betreut.
Es gibt mehrere Finanzierungsmodelle.
Ein der CDU nahestehendes Forschungsinstitut wies nach, dass ein Mindestbetrag von 800 Euro für jeden Bürger durch Bürokratieabbau finanzierbar ist.
Ein Grundeinkommen muss in der Minimalvariante dem Steuerfreibetrag, der das kulturelle Existenzminimum absichert, entsprechen, er könnte sich am Pfändungsfreibetrag orientieren, um selbstbestimmte Arbeitsprozesse zu ermöglichen.

Realität
In NRW waren zu Beginn des Jahres
12 489 Akademiker als Hartz-IV-Empfänger gemeldet, das sind

2,5 Prozent. Die deutsche Wirtschaft sucht 2011 ca. 15.000 Fach- und Führungskräfte (vor allem Ingenieure), aber gleichzeitig sind bundesweit 26.000 Akademiker arbeitlos gemeldet und finden keinen Arbeitsplatz!? Mehr als 60 % dieser arbeitslosen Akademiker sind 
älter als 50 Jahre
.Ein Paradox, dass Unternehmer in BEST AGER als Kunden ein riesiges Potential sehen, ein BEST AGER als Arbeits kraft allerdings kaum Chancen erhält, seine so hoch gepriesene Vitalität im Job zu präsentieren.
Wer mit Ende 40, Anfang 50 arbeitslos wird, hat es schwer, tatsächlich wieder den Weg in das Arbeitsleben zu finden. Seit das AGG (Anti-Diskriminierungsgesetz) greift, sehen wir in den Stellen anzeigen nicht mehr
Aus
sagen wie »Sie passen zu uns, wenn Sie nicht älter als ...« sind. Doch wer sehr viele Stellenanzeigen liest, lernt, dass Arbeitgeber findig sind und andere Ausdrucksformen finden: »Unser junges Team freut sich, wenn ...«